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Qualitätswanderweg "Ulrich-von-Königstein-Weg"

Neuer Stern am Wanderhimmel der Frankenalb

Von: Dr. Rolf List

NÜRNBERGER LAND (lra) – Der „Ulrich-von-Königstein-Weg" erhielt auf der Messe Caravan, Motor, Touristik (CMT) in Stuttgart das Siegel des Deutschen Wanderverbandes. Der Wanderweg im Nürnberger Land wurde mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet. Die Wanderstrecke gehört damit zu den 50 schönsten Routen Deutschlands.

Der Rundweg, der auf etwa 52 km Länge die Wirkungsstätten des Reichsministerialen Ulrich von Königstein verknüpft, inszeniert die herrliche Landschaft des Albach- und Hammerbachtals rund um Engelthal, Offenhausen und Happurg. Kennzeichnend für den Weg ist der besonders hohe Anteil an naturbelassenen Pfaden und sein außerordentlicher Erlebnisreichtum: Weite Aussichten wechseln ab mit dunklen Quellgebieten, markante Auf- und Abstiege mit bequemen Passagen, die stillen Hochflächen der südlichen Frankenalb mit den trutzigen Burgen der Reicheneck und Lichtenegg. Neben den weithin bekannten landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der südlichen Frankenalb, wie Hohler Fels und Jungfernsprung bei Happurg sowie Steinerner Rinne bei Engelthal, sind es aber gerade die weniger spektakulären, kleinen Kostbarkeiten, wie etwa die Hinterhaslacher Heide, die den neuen Wanderweg so charmant machen.

Gutes Zusammenwirken aller Beteiligten

Siegfried Vogl von der Tourist-Information Frankenalb, der die Urkunde aus der Hand von Dr. Hans-Ulrich Rachfuß, dem Präsidenten des Deutschen Wanderverbands, entgegen nahm, freut sich über den gelungenen Abschluss. Die Erfolgsstory des Projekts kann sich ja auch sehen lassen: Nach nur zweimonatiger Planungszeit durch die in Lauf ansässige Schettler Consulting KG konnte der Weg einem Monat durch ehrenamtlichen Kräfte des Fränkischen Albvereins e.V. markiert werden. Andreas Schettler, Wegereferent des Fränkischen Albvereins, meint dazu: „Die außergewöhnlich kurze Planungs- und Realisierungsdauer konnte nur durch die enge Verzahnung zwischen Auftraggeber, Planungsbüro und Wanderverein ermöglicht werden, wodurch die Kosten auf niedrigem Niveau gehalten werden konnten." Einen wichtigen Beitrag für das gute Gelingen lieferten die umfangreichen Vorarbeiten von Kreisheimatpfleger Robert Giersch, dem Ideengeber zu dem Vorhaben, und die Erkundungen von Heinz Ziegler aus Engelthal. Voraussichtlich Anfang März, also rechtzeitig vor Beginn der Wandersaison, wird eine Broschüre zum neuen Weg erhältlich sein.

Im bundesweiten Vergleich hat der Fränkische Raum damit seine schon vorhandene Vorrangstellung in Sachen Wandern weiter ausbauen können: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Fülle an Spitzenwanderwegen, wie in der Metropolregion. Aber nicht nur für Füße und Augen ist der Weg ein Genuss. Begeistern wird den Wanderer auch die vortrefflich aufgestellte Gastronomie, die für jeden Geldbeutel und die verschiedensten Ansprüche etwas zu bieten hat und die fränkische und oberpfälzische Schmankerl offeriert.

Reichsministerialer Ulrich von Königstein

Immer wieder kann man uns Spuren des Reichsministerialen Ulrich von Königstein aus längst vergangenen Zeiten begegnen. Freilich sind sie oft zu kaum noch sichtbaren Bodendenkmalen zerfallen, wie das Oedesschloss bei Peuerling oder Birkensee über Egensbach. Der wenig bekannte Verwalter in Staufischen Diensten wirkte im 13. Jahrhundert von Burg Reicheneck aus. Nachdem sich der Tod seines Sohnes und seines Enkels abzeichnete, bezeugte er innere Einkehr durch die Gründung des Dominikanerinnenklosters Engelthal.

Der neue Qualitätsweg hat nicht nur den thematischen Bezug zu Ulrich von Königstein, sondern verbindet Erzwege im Osten und Frankenweg sowie Fränkischen Gebirgsweg im Westen und Norden.

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Deutschlandweit erfüllen mehr als 110 Wege die geforderten Kriterien und tragen das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Quelle: Deutscher Wanderverband