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Wanderleitsystem für Simmelsdorf

Hier verläuft sich niemand mehr

SIMMELSDORF — Nun gibt es auch ein Wanderleitsystem im Simmelsdorfer Gemeindebereich – das letzte Teilstück im Schnait­tachtal, in dem nun überall einheitliche Tafeln stehen.

Die Kosten betrugen allein 17 850 Euro für das Simmelsdorfer Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Hüttenbach und Umgebung (FVV) sowie der Firma Schettler Consulting in Lauf geplant wurde.

Grundlage war ein Gemeinderatsbeschluss vom Dezember 2011. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass es neben dem 50 prozentigen Zuschuss von Regierungsseite noch Geld von der Sparkasse und vom VGN in Nürnberg geben würde. Auch der Verkehrsverein Schnaittachtal beteiligte sich an den Kosten.

Einheitliche Tafeln

Nun steht der Wanderer in weiten Teilen des Nürnberger Lands sowie auch in den angrenzenden Landkreisen einheitlichen Tafeln gegenüber. Es sei wichtig, dass Erholungssuchende nicht ständig an jedem Kreuzungspunkt in der Wanderkarte nachsehen müssten, so der FVV-Vorsitzende Johann Reidinger, der sich zusammen mit Perry Gumann, dem Simmelsdorfer Bürgermeister, über den Abschluss des Projekts freut.

Nur für die Wege um Simmelsdorf waren 129 Tafeln erforderlich. Eine gute Markierung auf der Strecke und zusätzliche Hinweise bei Abzweigen wünschten sich alle Wanderer, sagte Andreas Schettler, der sich ehrenamtlich im Fränkischen Albverein als Wegereferent engagiert. An jedem Abzweig kann nun eine Neuorientierung erfolgen.

Die erforderlichen Tafeln des Leitsystems wurden meist an vorhandene und geeignete Befestigungspunkte montiert. Hin und wieder mussten dafür auch Pfosten gesetzt werden – und im Fall der Tafel am Diepoltsdorfer Backofen hat der Bauhof eine Metallstange gesetzt.

Informationen wie etwa die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie Hinweise auf Gastwirtschaften sind auf den neuen Tafeln ebenso zu finden wie eine Höhenangabe des Standortes. Alle Ziele sind mit Entfernungsangaben auf 100 Meter genau definiert

Die Instandhaltung erfolgt nun durch die örtlichen Wegemeister, die sich ebenfalls um die Markierungszeichen auf der Strecke sowie um die Begehbarkeit der Wege kümmern – unter Federführung des Fränkischen Albvereins.

Erschienen in: Pegnitz Zeitung

Erschienen am: Thu, 05. 07. 2012

Pegnitz Zeitung

Wichtigkeit von Infrastruktur

90% aller Wanderer sehen weigweisende Beschilderung, 86% Wegemarkierungen als wichtig an

Quelle: Deutscher Wanderverband: Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern 2010; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2010